Seebüll liegt nur wenige Kilometer von der Nordsee entfernt – eingebettet in die stille Weite der nordfriesischen Marschlandschaft, direkt an der deutsch-dänischen Grenze. Hier, zwischen Gräben, Wiesen und weitem Horizont, fand Emil Nolde seine künstlerische Heimat. Die Landschaft mit ihrem besonderen Licht, ihrer intensiven Stille und dem Wechselspiel der Farben prägte sein Werk und wurde über Jahrzehnte hinweg zum Motiv und Inspirationsquelle. Im Einklang mit der Kunst im Nolde-Haus und dem Garten bildet die Landschaft um Seebüll ein einzigartiges Gesamtkunstwerk.
Grenzland, Weite und Wind – Noldes Heimat erleben

Wege durch die Landschaft
Die Umgebung rund um Seebüll ist bis heute ein stiller Rückzugsort – ursprünglich, unverfälscht und reich an Naturerlebnissen. Hier lassen sich seltene Wat- und Wiesenvögel beobachten, salztolerante Pflanzen entlang der Gräben entdecken und der Nordseewind auf alten Deichen spüren. Ob zum Flanieren, Verweilen oder Staunen – ein Ausflug in die Landschaft rund um Seebüll lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Zu Fuß oder mit dem Rad durch Noldes Welt
Rund um das Museum führen verschiedene Wege durch die beeindruckende Umgebung – ideal, um in Noldes Welt einzutauchen und die nordfriesische Landschaft hautnah zu erleben. Je nach Wetterlage empfehlen wir festes Schuhwerk und bitten darum, auf natürliche Unebenheiten entlang der Wege zu achten.

Weg zum Nolde-Boot:
Vom Busparkplatz führt ein ruhiger Spazierweg durch die weite Marsch zu einem Nachbau von Emil Noldes historischem Fischerboot. Der Künstler nutzte das Boot als Fortbewegungsmittel auf den umliegenden Kanälen und zum Fischen oder um sich auf dem Wasser zurückzuziehen. Der Weg endet an der Brücke über die Schmale am Revtoftweg. Von dort geht es auf dem gleichen Weg zurück – ein kurzer Spaziergang inmitten von Noldes vertrauter Landschaft.
Zum Hülltofter Tief:
Ein schöner Spaziergang führt in ca. 15 Minuten zum Hülltofter Tief – einem idyllisch gelegenen See mit öffentlicher Badestelle. Der Weg verläuft durch offene Felder und vorbei am historischen Feuerwehrboot „Christine“ der Gemeinde Neukirchen. Am See angekommen, laden Sitzgelegenheiten, eine Feuerstelle und ein kleines Toilettenhaus zum Verweilen, Picknicken oder einfach zum Innehalten ein – ein ruhiger Ort mitten in der nordfriesischen Landschaft.

Der Nolde-Weg – von Seebüll bis Rudbøl (DK):
Dieser landschaftlich reizvolle Weg beginnt hinter dem Besucherforum. In etwa einer Stunde führt er durch die Marsch bis nach Rosenkranz und weiter über die Grenze ins dänische Rudbøl. Rosenkranz lockt mit seiner kleinen Dorfkirche und friesischem Charme, Rudbøl mit einem Blick auf das alte Grenzhaus, einem Seeuferweg und kleinen Einkehrmöglichkeiten – ideal für eine grenzüberschreitende Entdeckungstour.Der Nolde-Weg ist auch gut mit dem Fahrrad befahrbar – perfekt für alle, die die Weite der Landschaft lieber auf zwei Rädern genießen möchten.