Winterpause – Ab 1. März 2026 ist das Museum wieder geöffnet
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70. Jahresausstellung 2026
EMIL NOLDE –
BEZIEHUNGEN ZWISCHEN MENSCHEN, NATUR UND KUNST
1. März - 31. Oktober 2026
EMIL NOLDE – BEZIEHUNGEN ZWISCHEN MENSCHEN, NATUR UND KUNST
Emil Nolde, „Zwei am Meeresstrand“ (Ausschnitt), 1903, Gemälde
© Nolde Stiftung Seebüll

Über die Ausstellung

Die 70. Jahresausstellung der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde gibt Einblick in das vielschichtige Spannungsfeld zwischen Menschen, Natur und Kunst in den Gemälden und Aquarellen Emil Noldes. Seine Darstellungen offenbaren eine kompromisslose und zugleich zutiefst poetische Auseinandersetzung mit den Grundfragen menschlicher Existenz. In der Betrachtung treten wir selbst in eine reale Beziehung zu den von Nolde dargestellten Menschen, Blumen, Tieren und Landschaften, die für den Kosmos des Lebens stehen.

Der bedeutende Expressionist Emil Nolde (1867–1956) verfügt in seiner Kunst über nahezu unerschöpfliche Bildideen: Sie entstammen den Themenkreisen Menschen, Landschaften und Meere, Blumen, dazu Figurenbilder, zu denen seine „biblischen und Legendenbilder“ zählen. Die 70. Jahresausstellung beleuchtet das vielschichtige Spannungsfeld zwischen Menschen, Natur und Kunst in Noldes Œuvre. Sein kraftvolles Werk ist geprägt von einer tief empfundenen Beziehung zu Mensch und Natur. Blumen, Landschaften, Meere und Figuren sind nicht bloßes Abbild, sondern als inneres Erleben sichtbar. Noldes Bilder drücken seine emotionale Beziehung zur Welt aus.

Nolde entwickelt im Dialog zwischen Menschen, Natur und Kunst eine Bildwelt von unvergleichlicher Intensität und emotionaler Kraft. Er lädt uns in der Betrachtung ein, die Beziehung zu Menschen, Natur und Kunst neu zu erfahren. Nolde schafft keine intellektuelle Kunst, deren Inhalt erst nach intensiver Lektüre verständlich wird. Sein langjähriger Assistent Joachim von Lepel, ab 1956 Gründungsdirektor der Stiftung, erinnert daran: „Das Werk Noldes ist weniger mit dem Intellekt als vom Ereignis her, vom Naturhaften zu erfassen.“ In seiner Kunst verknüpft Nolde die existentiellen Themen des Lebens miteinander: Er malt weite Landschaften, in die wir uns versenken können, farbenprächtige Blumen, die uns ein glückliches Lächeln ins Gesicht zaubern, in seine emotional wogenden Meeresdarstellungen können wir gleichsam eintauchen. In seinen Bildern zeigt er uns Menschen, deren Empfindungen von intimer Nähe bis zu kühler Distanz wir nachvollziehen können, weil wir sie selbst auch im Jahrhundert nach ihrer Entstehung genauso erleben. Nolde gibt nicht nur seine eigene Welt wieder, sondern offenbart uns eine grundsätzliche Welt in all ihrer Ambivalenz. Mit einem Blick auf Noldes Sicht der Welt erfahren wir mehr über unsere Welt.

Dr. Christian Ring, Direktor des Nolde Museums, entwickelt jedes Jahr aus dem in Seebüll bewahrten reichen Künstlernachlass eine neue „Jahresausstellung“. Seit 1957 zeigt das Nolde Museum in Seebüll in der jährlich wechselnden Ausstellung eine beeindruckende Auswahl an Ölgemälden, Aquarellen und Druckgraphiken, die exemplarisch für Noldes Werk stehen. Neben den bekannten Meisterwerken werden auch seltene Stücke aus seinem umfangreichen Nachlass präsentiert. In diesem Jahr sind ### Werke erstmals in Seebüll zu sehen. Mit der weltweit größten Sammlung seiner Arbeiten ist Seebüll der zentrale Ort, um tief in das Schaffen dieses bedeutenden Künstlers einzutauchen.

Gebäude am Kanal, umgeben von grüner Wiese; darüber ein Himmel in Blau- und Orangetönen.
Emil Nolde, „Gehöft am Kanal“, Aquarell
© Nolde Stiftung Seebüll
Drei Personen – ein Mann, eine Frau und ein Kind – stehen eng beieinander und umarmen sich. Die beiden Erwachsenen blicken das Kind an, das direkt in Richtung Betrachter schaut.
Emil Nolde, „Glückliche Familie“, Gemälde 1947
© Nolde Stiftung Seebüll

70 Jahre Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde

2026 ist ein besonderes Jahr für die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde: Am 13. April 1956 starb Emil Nolde, seine Frau Ada zehn Jahre zuvor am 2. November 1946. Ihre Todestage jähren sich also zum 70. und 80. Mal. Mit dem Tod Emil Noldes wurde das gemeinsame Testament eröffnet und in Folge ihre Stiftung anerkannt, die mithin seit 70 Jahren besteht. Im Rahmen der 70. Jahresausstellung erinnern wir mit einer Fotoausstellung an unsere Stifter, die 44 Jahre lang gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen des Lebens gingen.

Heute ist das Wohn- und Atelierhaus Seebüll ein dem Maler und seinem Leben und Werk gewidmetes Museum. Wo der Künstler im Einklang mit der unberührten Natur lebte und arbeitete, zeigt die vom Ehepaar Nolde initiierte Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde jedes Jahr von März bis Oktober eine umfassende Retrospektive aus dem reichen Nachlass Noldes. Seebüll gibt in der ländlichen Idylle Nordfrieslands einen einzigartigen Einblick in Noldes Leben und Werk.

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Einblick in die 70. Jahresausstellung

Drei Personen – ein Mann, eine Frau und ein Kind – stehen eng beieinander und umarmen sich. Die beiden Erwachsenen blicken das Kind an, das direkt in Richtung Betrachter schaut.
Emil Nolde, „Glückliche Familie“, Gemälde 1947
© Nolde Stiftung Seebüll
Gebäude am Kanal, umgeben von grüner Wiese; darüber ein Himmel in Blau- und Orangetönen.
Emil Nolde, „Gehöft am Kanal“, Aquarell
© Nolde Stiftung Seebüll
Zwei Menschen stehen eng umschlungen am Ufer eines Strandes. Im Hintergrund sind sanfte grüne Hügel sowie ein hellblauer Himmel mit wenigen Wolken zu sehen.
Emil Nolde, „Zwei am Meeresstrand“, Gemälde 1903
© Nolde Stiftung Seebüll
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